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Porsche und Volkswagen

Im Sinne der angewandten Forschung zur Kapitalflussrechung an der Fachhochschule Stralsund, insbesondere durch Prof. Dr. Peter Haas, Prof. Dr. Harald Wilde und Diplom-Betriebswirt Chris Muszalik, wurde dazu eine Langzeitstudie an der Porsche AG durchgeführt. Dafür wurden die Geschäftsberichte der Porsche AG von 1999 bis 2008 zur Veränderung des Fondstyp 1 analysiert.

Der Fondstyp 1 zeigt jedoch nur die Veränderung der liquiden Mittel auf, d.h. die Veränderung der Besitzwechsel, Wertpapiere und des Guthabens im Vergleich zum Vorjahr. Entsprechend wurden für die Längsschnittanalyse zusätzliche Informationen (Eigenkapital- und Umsatzrentabilität sowie der Verschuldungsgrad) integriert, um Aufschluss darüber zu geben, ob Porsche sich mit dem Kauf der Mehrheitsanteile von Volkswagen finanziell übernommen hat oder nicht.

Entsprechend des Untersuchungsergebnisses wird eine ökonomisch nachhaltige Handlungsempfehlung zum Konflikt zwischen Porsche und Volkswagen dargestellt. Dabei soll die Unabhängigkeit von Porsche gewahrt werden und auch zukünftige Nachhaltigkeitsprogramme aufgezeigt werden, die sowohl den Porsche-Organen (Vorstand und Aufsichtsrat), den Shareholdern (Stammaktionären und Vorzugsaktionären) als auch den Stakeholdern (Belegschaft usw.) eine solide Zukunft geben.
 

Historie: Porsche Einstieg bei Volkswagen bis hin zu Volkswagen kauft Porsche

Im Oktober 2005 gab Porsche bekannt, sich mit 20 Prozent am Stammkapital der Volkswagen AG zu beteiligen. Zum einem aus dem Grund, dass die Geschäftsbeziehung zwischen Porsche und Volkswagen gefestigt wird und somit auch die F&E gemeinsam genutzt wird. Der andere Grund war die Befürchtung, dass Volkswagen von einem Hedge-Fonds übernommen und zerlegt wird . Zu diesem Zeitpunkt verfügte Porsche über liquide Mittel (inkl. Wertpapiere) von über 3 Mrd. Euro, was dem Marktwert des Volkswagen-Aktienpaktes entsprach.

Ein Jahr später (November 2006) teilte der Volkswagen-Aufsichtsrat mit, dass Porsche seinen Anteil auf bis zu 29,9 Prozent aufstocken will. Zu diesem Zeitpunkt besaß der Stuttgarter Sportwagenhersteller schon 27,4 Prozent vom Volkswagen-Konzern, also rund 6 Prozent mehr als bislang bekannt war.

Im Geschäftsjahr 2005/06 hat Porsche erneut einen Rekordgewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 2,11 Mrd. Euro, das sind 70 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Der Konzernjahresüberschuss stieg von 779 Mio. Euro auf 1,393 Mrd. Euro, ergo ein Plus von über 78 Prozent. Außerdem wurde mitgeteilt, dass der Vertrag von Porsche-Vorstandchef Wiedeking um weitere fünf Jahre verlängert wird .

Diese Geschäftsergebnisse sprechen für sich. Zum einen um die strategischen Zusammenarbeit mit Volkswagen zu stärken und zum anderen Volkswagen auch weiterhin vor einer feindlichen Übernahme zu schützen.

Seit dem Einstieg des Stuttgarter Sportwagenherstellers bei dem etwa fünfzehnmal größeren Autokonzern Volkswagen, steigen die Kurse der Volkswagen-Aktien weiter an. Experten deuten darauf, dass sich Porsche mit seinem bisherigen Volkswagen-Anteilen nicht zufrieden gibt.

Der Spiegel (September 2007) zitierte Börsenhändler damit, Porsche bereite am Kapitalmarkt die Aufstockung seines Anteils bei Volkswagen auf über 50 Prozent vor. Porsche-Sprecher teilten daraufhin mit: Es gebe keine Entscheidung des Aufsichtsrates, über 31 Prozent zu gehen .

Laut aktuellen Presseberichten (2009), hält Porsche inzwischen knapp 51 Prozent an Volkswagen, dieser Mehrheitsanteil hat bisher 23 Mrd. Euro gekostet und wurde neben Gewinnen aus Aktientermingeschäften primär mit Bargeld finanziert. Letzteres führte zu Verbindlichkeiten i.H.v. 16.2 Mrd. Euro (Januar 2009) .

Erschwerend hinzu kommt für Porsche die Wirtschaftskrise und die Flaute am Automarkt, vor allem in den USA. Auch die Abwrackprämie hilft nicht, denn Sie wird vor allem für den Kauf von Kleinwagen genutzt.

Im April 2009 kam es zu einem Zusammentreffen des Porsche-Vorstands und der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, um darüber zu verhandeln, wie die Milliardenlücke geschlossen werden kann.

Dafür wurde von Seitens Piëchs und Wiedekings jeweils ein Konzept vorgelegt.

Das Konzept Piëchs sieht einen Verkauf der Porsche AG an Volkswagen vor. Demnach würde Volkswagen die Porsche AG für cirka 11 Mrd. Euro kaufen und Porsche wäre auf einen Schlag schuldenfrei . Dieses Konzept ist schon dahingehend fragwürdig, weil die Verbindlichkeiten im Januar 2009 über 16 Mrd. Euro betrugen und daher die angebotenen 11 Mrd. Euro von Piëch nicht zur sofortigen Schuldendeckung reichen würden.

Zudem habe Piëch vorgeschlagen, sich sofort von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Porsche-Finanzvorstand Holger Härter zu trennen und an deren Stellen Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch einzusetzen .

Das Gegenkonzept von Wiedeking besagt, dass Porsche von dem Plan, 75 Prozent an Volkswagen zu erwerben, abrückt. Zudem teilte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück den Familienvertretern mit, dass Sie in den vergangenen zehn Jahren dank steigender Unternehmensgewinne 15 Mrd. Euro verdient haben und die Eigentümerfamilien nun kein Geld in den Konzern investieren wollen und stattdessen einem Verkauf zustimmen .

D.h. Porsche müsste erst einmal in mehreren Schritten „fusionsfit“ gemacht werden. Dazu wurde folgender Vorschlag unterbreitet:

• Erstens: Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch investieren frisches Geld in das Unternehmen i.S. einer Kapitalerhöhung.
• Zweitens: Auch die Vorzugsaktionäre sollen neues Kapital zeichnen können.
• Drittens: neue ausländische Investoren könnten hinzukommen, wie Scheichs aus Katar .

Weiterhin ließ Wiedeking erklären, der Vorstand sei nicht nur den Familienaktionären, sondern allen Aktionären verpflichtet, ebenso den Belegschaften von Porsche und Volkswagen. "Unser Handeln hat sich bisher immer am gemeinsamen Interesse aller ausgerichtet und wird es auch in Zukunft tun." Sollten die Eigentümer einen Verkauf beschließen, würde sich die Belegschaft umgehend von den Familien distanzieren und mit ganzer Kraft um die Unabhängigkeit ringen .

Seitdem sind alle weiteren Verhandlungen zwischen Porsche und Volkswagen unterbrochen worden. Die Porsche-Beschäftigen haben durch ihren Streik vom 18. Mai 2009 deutlich aufgezeigt, dass sie sich vehement gegen eine mögliche Übernahme durch Volkswagen wehren. Doch am 20. Mai 2009 berichtete die Welt Online, dass sich die Vorstandchefs von Volkswagen und Porsche erneut treffen werden und die Eigentümer-Familien haben sich bereits zusammengesetzt, um den Machtkampf beizulegen.

Des Weiteren berichtet die Welt Online, dass Porsches Antrag auf Staatshilfe zunächst gescheitert ist, jedoch Gespräche mit mehreren Banken (u.a. KfW-Bank, LBBW und Bank of Tokyo Mitsubishi) über Kredite geführt werden. Außerdem ist der Sportwagenhersteller in „intensiven Gesprächen mit mehreren potenziellen Investoren“, wobei es sich wahrscheinlich um die Emirate Abu Dhabi und Katar handelt. Eine Unterstützung von Baden-Württemberg wird auch nicht ausgeschlossen, da der Landeschef Oettinger folgendes äußerte: „Wir werden alles tun, was uns rechtlich und wirtschaftlich möglich ist, um eine starke Entwicklung von Porsche in Baden-Württemberg zu erreichen.“

Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten geht es bei dem KfW-Kredit um eine Milliarde Euro und weitere 1,5 Milliarden sollen durch Unterstützung des Landes Baden-Württemberg zufließen.

Am 22.Mai 2009 wurde verkündet, dass Porsche wahrscheinlich einen Kredit über 750 Millionen Euro erhält. Aus vertrauten Kreisen, sei dies mit der Bank of Tokyo Mitsubishi vereinbart worden. Weiterhin bemüht sich Porsche am Kreditmarkt, das Ziel einer Finanzierung von insgesamt 12,5 Milliarden Euro zu erreichen. Davon sollen die zehn Milliarden Euro Verbindlichkeiten refinanzieren werden.

Das heißt die Bonität (Kreditwürdigkeit) von Porsche ist gewährleistet, wie auch in den Analysen von Muszalik erwiesen. Dementsprechend sind die Äußerungen bzw. Schlagzeilen der Pressedienste, wie „Porsche hat sich Finanziell überhoben“, „Arg verschuldet“ etc. wissenschaftlich nicht hinterfragt worden und somit nicht gerechtfertigt.
(siehe Quellen)

Analyse

In der Längsschnittanalyse zu den Jahresabschlüssen von Audi, BMW, Daimler Chrysler, Porsche und Volkswagen wurden u.a. die Eigenkapital- und Umsatzrentabilität miteinander verglichen. Dabei wurde aufgezeigt, dass Größe nicht alles ist. Die kleineren Automobilhersteller erzielen weit bessere (Eigenkapital-)Rentabilitäten als die Großkonzerne Daimler Chrysler und Volkswagen. Besonders Porsche, der kleinste selbstständige Serienproduzent, ist in Punkto Rendite die profitabelste Autofabrik der Welt.

Auch bei der Umsatzrentabilität zeigt Porsche eine expotenzielle Entwicklung auf und bietet einen entsprechenden Spielraum um Preisrückgänge und Kostensteigerungen aufzufangen. Jedoch hängt die Umsatzrentabilität sehr eng mit dem laufenden Erfolgsgeschehen zusammen und kann sich somit schnell ändern.

Insbesondere in der jetzigen Situation mit sinkenden Abverkäufen, kann sich das Blatt schnell wenden. Auf der einen Seite kann Porsche, dank der historischen Entwicklung, einen langen Atem aufweisen, aber auf der anderen Seite kann die kurzfristige Verschuldung auch schnell zur Kurzatmigkeit beitragen.

Die folgende Abbildung gibt darüber Aufschluss, dass die Verbindlichkeitsquote in 2008 auf über 50 Prozent angestiegen ist. Zurückzuführen ist dies durch die Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (12.9 Mrd. Euro) und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (7,1 Mrd. Euro).

Annahme: Bei einem Zinssatz von 5 Prozent würden für die beiden kurzfristigen Positionen jährliche Zinsen i.H.v. 1 Mrd. Euro anfallen.
 

Aus Sicht der Längsschnittanalyse zur Kapitalflussrechung und auch der Betrachtung der Erfolgsrechung sind die o.g. jährlichen Zinsaufwendungen kurzfristig tragbar unter Einbußen vom Jahresüberschuss bzw. Cash Flow.

D.h. im Zusammenhang, dass Porsche zwar hohe kurzfristige Finanzverbindlichkeiten hat, aber diese in Anbetracht der Bilanzsumme (Verschuldungsgrad), der Erfolgsrechung (GuV) und Kapitalflussrechungen (Cash Flow) tragbar sind. Aber man muss auch davon ausgehen, dass dies auf die Lasten von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Auswirkungen haben wird.

Durch die vermutliche Kreditvergabe der Bank of Tokyo Mitsubishi ist die Bonität (Kreditwürdigkeit) von Porsche nicht risikobehaftet.

Prognosewerte zur Beurteilung der Bonität basieren auf einer Vielzahl von Kennwerten, wie:

Allgemeine Angaben aus
- Bankauskunft
- Wirtschaftsauskunft
- Rechtsform und Unternehmenssatzung
- Jahresabschluss:
- Eigenkapital- und Fremdkapitalquote (Vermögens- und Schuldensituation)
- Liquidität
- Cash-Flow
- Cash-Flow in % des Umsatzes
- Erfolgsrechung (Gewinn- oder Verlustsituation)
- Qualität des Managements
- Unternehmensplanung
- Investitionspolitik (z.T. über die Cash-Flow-Nebenrechnung Anlagenspiegel bzw. –gitter ersichtlich)
- Zahlungsverhalten

Insbesondere die Jahresabschlussanalyse im Vergleich zu den Wettbewerbern hat Aufschluss darüber gegeben, das Porsche in Punkto Rendite die profitabelste Autofabrik der Welt ist.

Bezüglich des positiven Cash-Flow ist die Innenfinanzierungskraft auch gewährleiste und es können mit dem erwartetem Cash-Flow Zinsaufwendungen und Tilgungen verrechnet werden. Dazu können diverse Finanzierungspläne erstellt werden in Anlehnung der Kapitalwertmethode inkl. der Berechung des Return on Investment. Auch wenn der Return on Investment positiv ist, sollte die Kritik nach Groll nicht verachtet werden.
 

Ökonomisch nachhaltige Handlungsempfehlung zum Konflikt Porsche und Volkswagen

Angefangen aus einem friedlichen Schutz der Volkswagen AG, seitens Porsche, entwickelte sich eine interne Krise zwischen Volkswagen und Porsche. Laut Presseberichten wird von einer „Fusion zwischen Volkswagen und Porsche“ berichtet bis hin zu neusten Berichten „Porsche wird von Volkswagen gekauft“ und gar das sämtliche „Gespräche unterbrochen wurden“.

Kurzfristig muss Porsche handeln, um seine Unabhängigkeit zu wahren. Zündholz dieser Situation sind die hohen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von Porsche. Hinzu kommen die exogenen Faktoren, wie die Finanzwirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Absatzrückgang am Automarkt.

Das kurzfristige Fremdkapital wurde für Optionsgeschäfte aufgenommen, um den Plan zu realisieren 75 Prozent der Volkswagen AG zu halten. Laut Wiedeking wird von diesem Plan derzeit abgerückt.

Entsprechend darf es nicht zu einer weiteren Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten kommen.

Fiktive Beispielsrechnung:

20 Mrd. Euro (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten + übrige kurzfristige Verbindlichkeiten) bei einen Zinssatz von 5% p.a. würden für ein Jahr 1 Mrd. Euro an Zinsaufwendungen nach sich ziehen. Aus der Längsschnittanalyse ist ein Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit von 1 Mrd. Euro zu erwarten/realisierbar, das gleiche ist auch bei den Kapitalflussrechungen ersichtlich. Summa summarum würden keine Tilgungen getätigt werden und nur die Zinslasten abgearbeitet.

Selbst bei einer möglichen Umschuldung/Umfinanzierung von zu langfristigen Finanzverbindlichkeiten zu anderen Konditionen, zum Beispiel einem Zinssatz von 2 Prozent p.a. würden 400 Mio. Euro Zinsaufwendungen fällig werden und es könnten 600 Mio. Euro für die Tilgungen gezahlt werden. Diese würde jedoch zu einer Amortisationszeit von über 30 Jahren führen.

Somit ist eine Umschuldung/Umfinanzierung keine opportune Möglichkeit für das Finanzproblem.

Auch ein Zahlungsaufschub (Sondertilgungen) würde nur eine Überbrückung darstellen und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten würden weiterhin bestehen und sich nicht reduzieren.

Zur Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten können einige Aktienpakete veräußert werden, um somit auch den Verschuldungsgrad (28,29 Prozent aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Gesamtkapital) zu verringern und eventuelle Liquiditätsprobleme zu vermeiden. Dies setzt aber voraus, das bei den Verkäufen einiger Aktienpakete mit „überschaubaren“ Verlusten zu rechnen ist.

Eine Kapitalerhöhung könnte nur erfolgen, sofern die Stammaktionäre dem zustimmen, erst dann könnten auch seitens der Vorzugsaktionäre neue Aktien gezeichnet werden. Jedoch sind die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch derzeit nicht bereit, frisches Geld zu investieren.

Eine andere Möglichkeit, die schon in den Medien berichtet wurde, ist die Akquise neuer ausländischer Investoren, wie z.B. Scheichs aus Katar.

Eine weitere Möglichkeit liegt darin, die Aktienpakete einer treuhänderischen Inhaberschaft zu übertragen (veräußern). Dadurch, dass es zu keinem direkten Verkauf aus dem Paket kommt, würden die Aktienkurse weitestgehend stabil bleiben und große Schwankungen und somit gegebenenfalls Verluste minimiert werden. Bei einer solchen fiduziarischen Sicherheit sind die sind Vertraglich die Fristen zu setzen, wann der „übertragene Gegenstand“ herausgegeben werden muss bzw. was bei Säumnis geschieht.

Sicher existieren noch viele weitere Möglichkeiten, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von Porsche zu reduzieren oder ähnliches. Jedoch sollten auch weitere essentielle Faktoren berücksichtigt werden, die die zukünftig Unabhängigkeit von Porsche wahren. Dazu sollte eine Projekt-Scorecard entwickelt werden, die hier Independence Future Scorecard (IFS) genannt werden soll.

Die Vision, Mission bzw. Strategie lautet entsprechend die „langfristige Unabhängigkeit von Porsche zu wahren und den Konzern auszubauen“.

In der Finanzperspektive ist zur Zeit die primäre Kennzahl, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zu reduzieren bzw. durch andere beschreibende Möglichkeiten sicherzustellen. Erst danach sind weitere monetäre Kennzahlen festzulegen, die an die Strategie aufbauen.

Neben der ökonomischen Nachhaltigkeit (Finanzperspektive) müssen auch die ökologische und soziale Nachhaltigkeit in Betracht gezogen werden. Die Kundenperspektive (soziale Nachhaltigkeit) soll hier nicht nur die Kunden beinhalten, sondern sämtliche Stakeholder, insbesondere Mitarbeiter. Der Streik der Porsche-Beschäftigten am 18. Mai 2009 hat es deutlich aufgezeigt, dass sie aufrichtig zu ihrem Arbeitgeber stehen, und wehren sich vehement gegen eine mögliche Übernahme durch Volkswagen. Das soziale Engagement ist wichtig für die Außenwirksamkeit und fördert zudem das Image und den Bekanntheitsgrad als „bester bzw. beliebtester Arbeitgeber“

Die ökologische Nachhaltigkeit betrifft sowohl die interne Prozessperspektive als auch die Lern- und Entwicklungsperspektive. Dabei geht es nicht nur darum, die Porsche Motoren leistungsstärker zu machen, sondern auch den Verbrauch und den CO2-Ausstoß zu verringern. Alternativen sind auch Hybridmotoren, die das Merkmal „Sportlichkeit“ nicht beeinträchtigen. Aber auch andere Projekte sollten initiiert werden, um der ökologischen Nachhaltigkeit gerecht zu werden und damit auch nachkommenden Generationen eine natürliche Lebensweise garantieren zu können.
 

Weiterführende Links

Arbeit zu der Kapitalflussrechnung mit den Fondstypen am Beispiel der Porsche AG

Bilanzen und Erfolgsrechnungen von Porsche und anderen deutschen Autoherstellern

Kapitalflussrechungen zur Porsche AG und anderen zu downloaden
 

Quellen

Vgl. Brenner, Olaf / Huber, Stefanie (2009): FOKUS 1-Magazin – Porsche sucht Wege aus der Finanzklemme, in URL: http://uk.reuters.com/article/motoringAutoNews/idUKL263343220090502 (Stand: 15.05.2009)
Vgl.: Welt Online (2009): Porsche scheitert mit Antrag auf Staatshilfe; in URL: http://www.welt.de/wirtschaft/article3780226/Porsche-scheitert-mit-Antrag-auf-Staatshilfe.html (Stand: 22.05.2009)
Vgl.: Welt Online (2009): Porsche erhält offenbar weiteren Kredit, in URL: http://www.welt.de/wirtschaft/article3783953/Porsche-beantragt-Kredit-bei-staatlicher-KfW.html (Stand: 22.05.2009)
Vgl.: Deutscher Depeschendienst GmbH (2009): Porsche erhält offenbar weiteren Kredit, in URL: http://www.pr-inside.com/de/porsche-erh-auml-lt-offenbar-weiteren-kredit-r1271878.htm (Stand: 22.05.2009)
Vgl. Brenner, Olaf / Huber, Stefanie (2009): FOKUS 1-Magazin – Porsche sucht Wege aus der Finanzklemme, in URL: http://uk.reuters.com/article/motoringAutoNews/idUKL263343220090502 (Stand: 15.05.2009) sowie: BBV (2009): Piech: VW soll Porsche kaufen, in URL: http://www.bbv-net.de/public/article/wirtschaft/news/704021/Piech-VW-soll-Porsche-kaufen.html (Stand: 15.05.2009) und Kölner Stadt Anzeiger (2009): Porsche sucht Wege aus der Finanzklemme, in URL: http://www.ksta.de/html/artikel/1241185286647.shtml (Stand: 15.05.2009)
vienna.at (2009): Piech will offenbar Porsche AG an VW verkaufen, in URL: http://www.vienna.at/news/tp:vol:special_wirtschaft_aktuell/artikel/piech-will-offenbar-porsche-ag-an-vw-verkaufen/cn/apa-113904207 (Stand: 15.05.2009)
Vgl. Klix, Michael (2005): Geldanlage hohe Rendite Porsche beteiligt sich an VW mit 20%, in URL: http://www.yanyoo.de/index.php/dax/geldanlage-hohe-rendite-porsche-beteiligt-sich-an-vw-mit-20/ (Stand: 14.05.2009)
Vgl. Associated Press / Berliner Morgenpost (2006): Porsche stockt Anteil an VW kräftig auf, in URL: http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article293951/Porsche_stockt_Anteil_an_VW_kraeftig_auf.html (Stand: 15.05.2009), Zahlen Daten Fakten lt. Geschäftsberichte der Porsche AG und den Studien von Muszalik, Chris
Vgl. Kuntz, Michael (2007): Porsche strebt Mehrheit bei VW an, in URL: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/289/417055/text/ (Stand: 15.05.2009)
Wenzel, Frank-Thomas / Frankfurter Rundschau (200): VW und Porsche – keine traumhochzeit, in URL: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1746679_Fusion-der-Autobauer-VW-und-Porsche-keine-Traumhochzeit.html (Stand: 15.05.2009)

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