Analyse
In der Längsschnittanalyse zu den Jahresabschlüssen von Audi, BMW,
Daimler Chrysler, Porsche und Volkswagen wurden u.a. die
Eigenkapital- und Umsatzrentabilität miteinander verglichen. Dabei
wurde aufgezeigt, dass Größe nicht alles ist. Die kleineren
Automobilhersteller erzielen weit bessere (Eigenkapital-)Rentabilitäten
als die Großkonzerne Daimler Chrysler und Volkswagen. Besonders
Porsche, der kleinste selbstständige Serienproduzent, ist in Punkto
Rendite die profitabelste Autofabrik der Welt.
Auch bei der Umsatzrentabilität zeigt Porsche eine expotenzielle
Entwicklung auf und bietet einen entsprechenden Spielraum um
Preisrückgänge und Kostensteigerungen aufzufangen. Jedoch hängt die
Umsatzrentabilität sehr eng mit dem laufenden Erfolgsgeschehen
zusammen und kann sich somit schnell ändern.
Insbesondere in der jetzigen Situation mit sinkenden Abverkäufen,
kann sich das Blatt schnell wenden. Auf der einen Seite kann
Porsche, dank der historischen Entwicklung, einen langen Atem
aufweisen, aber auf der anderen Seite kann die kurzfristige
Verschuldung auch schnell zur Kurzatmigkeit beitragen.
Die folgende Abbildung gibt darüber Aufschluss, dass die
Verbindlichkeitsquote in 2008 auf über 50 Prozent angestiegen ist.
Zurückzuführen ist dies durch die Aufnahme von kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten (12.9 Mrd. Euro) und sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten (7,1 Mrd. Euro).
Annahme: Bei einem Zinssatz von 5 Prozent würden für die beiden
kurzfristigen Positionen jährliche Zinsen i.H.v. 1 Mrd. Euro
anfallen.

Aus Sicht der Längsschnittanalyse zur Kapitalflussrechung und auch der
Betrachtung der Erfolgsrechung sind die o.g. jährlichen Zinsaufwendungen
kurzfristig tragbar unter Einbußen vom Jahresüberschuss bzw. Cash Flow.
D.h. im Zusammenhang, dass Porsche zwar hohe kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten hat, aber diese in Anbetracht der Bilanzsumme
(Verschuldungsgrad), der Erfolgsrechung (GuV) und Kapitalflussrechungen (Cash
Flow) tragbar sind. Aber man muss auch davon ausgehen, dass dies auf die Lasten
von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Auswirkungen haben wird.
Durch die vermutliche Kreditvergabe der Bank of Tokyo Mitsubishi ist die Bonität
(Kreditwürdigkeit) von Porsche nicht risikobehaftet.
Prognosewerte zur Beurteilung der Bonität basieren auf einer Vielzahl von
Kennwerten, wie:
Allgemeine Angaben aus
- Bankauskunft
- Wirtschaftsauskunft
- Rechtsform und Unternehmenssatzung
- Jahresabschluss:
- Eigenkapital- und Fremdkapitalquote (Vermögens- und Schuldensituation)
- Liquidität
- Cash-Flow
- Cash-Flow in % des Umsatzes
- Erfolgsrechung (Gewinn- oder Verlustsituation)
- Qualität des Managements
- Unternehmensplanung
- Investitionspolitik (z.T. über die Cash-Flow-Nebenrechnung Anlagenspiegel bzw.
–gitter ersichtlich)
- Zahlungsverhalten
Insbesondere die Jahresabschlussanalyse im Vergleich zu den Wettbewerbern hat
Aufschluss darüber gegeben, das Porsche in Punkto Rendite die profitabelste
Autofabrik der Welt ist.
Bezüglich des positiven Cash-Flow ist die Innenfinanzierungskraft auch
gewährleiste und es können mit dem erwartetem Cash-Flow Zinsaufwendungen und
Tilgungen verrechnet werden. Dazu können diverse Finanzierungspläne erstellt
werden in Anlehnung der Kapitalwertmethode inkl. der Berechung des Return on
Investment. Auch wenn der Return on Investment positiv ist, sollte die Kritik
nach Groll nicht verachtet werden.
Weiterführende Links
Arbeit zu der Kapitalflussrechnung mit den Fondstypen am Beispiel
der Porsche AG
Bilanzen und Erfolgsrechnungen von Porsche und anderen deutschen
Autoherstellern
Kapitalflussrechungen zur Porsche AG und anderen zu downloaden
vollständige Arbeit