Neben der Bewertung eines Medium spielt neben der Reichweite und dem Tausend-Kontakt-Preis auch die Größe der Streuverluste eine Rolle. Dabei wird der Anteil der Nutzerschaft an der Zielgruppe des Mediums gemessen, d.h. wie viel Prozent der Nutzerschaft des Mediums zur Zielgruppe gehören (vgl. Schnettler / Wendt 2006, S. 84 f.).
Affinität (%) = Reichweite in der Zielgruppe in Mio. / Reichweiter in der Grundgesamtheit in Mio. x 100
Je ausgeprägter die Affinität ist desto geringer sind sie Streuverluste und um so besser wird die Zielgruppe abgedeckt. Jedoch sagt dieser Wert nur etwas über den Anteil der Zielgruppe an der Werbeträgernutzerschaft aus. Ob die Zielgruppe über- oder unterproportional vertreten ist wird nur durch den Affinitäts-Index zum Ausdruck gebracht (vgl. Kloss 2003, S. 237). Dieser gibt den Strukturanteil der Zielgruppe im Werbeträger im Verhältnis zum Strukturanteil der Zielgruppe in der Grundgesamtheit an (vgl. Kloss 2003, S. 146).
Affinitäts-Index = Zielgruppenanteil an der Werbeträger-Nutzerschaft (%) / Zielgruppenanteil an der Gesamtbevölkerung (%) x 100
Ein Index von 120 bedeutet beispielsweise, dass der Anteil der Zielgruppe in dem betreffenden Medium um 20 Prozent höher liegt als in der Gesamtbevölkerung (vgl. SOM 2002). D.h. ein hoher Affinitäts-Index ist somit ein qualitativer Leistungswert für die Mediaplanung.
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