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    Motive der Geldhaltung

    3.1 … ÄNDERUNG DES ZINSSATZES

    Die Transaktionskasse bildet i.d.R. keine Zinseinnahmen. Ist der Zinssatz niedrig, werden Wirtschaftssubjekte auch ihr Geld in der Transaktionskasse halten, wenn nun die Zinsen oder Renditen von Wertpapieren steigen, dann werden Wirtschaftssubjekte ihre Kassenhaltung ökonomisieren, d.h. ihr Vermögen länger und im größeren Umfang in verzinslicher Form halten.
     

    • wenn i steigt à LT verringert sich à LS würde sich proportional zu LT steigen
       

    Auch die Spekulationskasse wird ökonomisiert, wenn ceteris paribus der Verzicht auf Zinseinnahmen durch steigende Zinsen größer wird. Hierzu kommt, dass die Erwartungen in der Spekulationskasse über Kursentwicklungen in systematisierbarer Weise beeinflusst werden.
     

    • Zinsen (i) und Renditen (r) niedrig à Kursniveau hoch à Kurssenkungen werden erwartet und umgekehrt
       

    Bei niedrigen Zinsen lohnt sich die Haltung von Geld in der Spekulationskasse aus zwei Gründen: weil die Opportunitätskosten gering sind und weil Kurssenkungen erwartet werden.

    Für die Vorsichtkasse gibt es eine Portfoliotheorie welches von der Risikofreudigkeit des Wirtschaftssubjektes abhängig ist um für ihn eine optimale Kombination von Rendite und Risiko in seiner Vermögensanlage zu haben. Durch Zinsänderungen wird das kalkulierte Gleichgewicht gestört:
     

    • hohe Zinsen (i) à Wertpapierhaltung wird ausgeweitet

    • niedrige Zinsen (i) à risikolose Geldhaltung wird ausgedehnt
       

    Resümee

    Die Geldnachfrage ist Zinsabhängig. „Sie nimmt bei gegebenen Einkommen, bei gegebenem Vermögen, bei gegebenen Zahlungssitten und bei gegebenen Erwartungen mit steigenden Zins ab.“ (vgl. Abb.6; S.19)
     

    • steigt das Einkommen oder das Vermögen à Kurve verschiebt sich nach recht

    • nimmt das Einkommen oder Vermögen ab à Kurve verschiebt sich nach links (Baßeler U.; S.491f)

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