3.1 … ÄNDERUNG DES ZINSSATZES
Die Transaktionskasse bildet i.d.R.
keine Zinseinnahmen. Ist der Zinssatz niedrig, werden Wirtschaftssubjekte auch
ihr Geld in der Transaktionskasse halten, wenn nun die Zinsen oder Renditen von
Wertpapieren steigen, dann werden Wirtschaftssubjekte ihre Kassenhaltung
ökonomisieren, d.h. ihr Vermögen länger und im größeren Umfang in verzinslicher
Form halten.
Auch die Spekulationskasse wird
ökonomisiert, wenn ceteris paribus der Verzicht auf Zinseinnahmen durch
steigende Zinsen größer wird. Hierzu kommt, dass die Erwartungen in der
Spekulationskasse über Kursentwicklungen in systematisierbarer Weise beeinflusst
werden.
Bei niedrigen Zinsen lohnt sich die
Haltung von Geld in der Spekulationskasse aus zwei Gründen: weil die
Opportunitätskosten gering sind und weil Kurssenkungen erwartet werden.
Für die Vorsichtkasse gibt es eine
Portfoliotheorie welches von der Risikofreudigkeit des Wirtschaftssubjektes
abhängig ist um für ihn eine optimale Kombination von Rendite und Risiko in
seiner Vermögensanlage zu haben. Durch Zinsänderungen wird das kalkulierte
Gleichgewicht gestört:
Resümee
Die Geldnachfrage ist Zinsabhängig.
„Sie nimmt bei gegebenen Einkommen, bei gegebenem Vermögen, bei gegebenen
Zahlungssitten und bei gegebenen Erwartungen mit steigenden Zins ab.“ (vgl.
Abb.6; S.19)