1.3. Vorgehensweise
Wie im Abschnitt 1.2 erwähnt,
stellen Kennzahlen verdichtete Informationen dar. Mit ihnen können
betriebswirtschaftliche Zusammenhänge klar aufgezeigt werden. Durch
die Bildung von Kennzahlen wird die Auswertung der gesammelten
Informationen und der im Jahresabschluss zusammengestellten Daten
erleichtert. Sie fassen somit messbare betriebliche Tatbestände
zusammen. Zum Beispiel haben die Kennzahlen folgende Bedeutungen:
• Erhöhung der Transparenz im
Unternehmen
• Verdichtung von Sachverhalten auf eine aussagefähige Zahl
• Sichtbar machen bestimmter Sachverhalte, z.B.
Gesamtkapital-Rentabilität
• Erleichterung der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des
Unternehmens
• Aufdeckung der Stärken und Schwächen
• Erleichterung der Interpretation von Tatbeständen
• Möglichkeit des Vergleiches mit Unternehmen der gleichen Branche
Wichtig ist vor allen Dingen die
richtige Interpretation der Kennzahlen. Sie dürfen nicht isoliert
betrachtet werden. Es gibt verschiedene Arten von Kennzahlen. Dazu
gehören absolute Kennzahlen, Verhältniszahlen und Richtzahlen. Bei
absoluten Kennzahlen handelt es sich um Einzelzahlen, Summen,
Differenzen oder Mittelwerte. Sie können direkt aus der Bilanz oder
aus der GuV entnommen werden. Ihre Bedeutung wird erst sichtbar,
wenn man sie mit anderen Zahlen vergleicht. Setzt man die absoluten
Zahlen in Beziehung zu einander, werden die Verhältniszahlen
ermittelt. Wenn die Zahlen des analysierten Unternehmen zu
branchenspezifischen Durchschnittszahlen in Beziehung gesetzt
werden, spricht man von Richtzahlen. (vgl. Vollmuth, 2002, S.36-40)
(oben)
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