3.6.
Statischer Verschuldungsgrad
Diese Kennzahl wird in der Literatur auch
häufig als Verschuldungskoeffizient oder Kapitalanspannung bezeichnet und
untersucht das Verhältnis von Fremdkapital und Eigenkapital:
Der Verschuldungsgrad
gibt Auskunft über die Kreditwürdigkeit eines
Unternehmens. In den Literaturen wird oft der Unterschied zwischen dynamischem
und statischem Verschuldungsgrad gemacht- allerdings soll hier nur der statische
betrachtet werden.
Früher wurde als vertikale
Finanzierungsregel im Rahmen der Bilanzanalyse ein Verschuldungsgrad kleiner
gleich eins gefordert (1:1- Regel). In der heutigen Zeit ist selbst ein
Verschuldungskoeffizient von kleiner gleich zwei annehmbar. Allerdings sollte
dabei immer beachtet werden, dass mit dem Ansteigen der Kennzahl auch die
Abhängigkeit von den Kapitalgebern und damit das Risiko der Überschuldung größer
wird. So ist es, dass mögliche Kreditgeber bei
einem zu hohen Kennzahlenwert die weitere Kreditvergabe verweigern, bzw. die
Zinsen für solche Kredite anwachsen lassen.
Leider ist in der Praxis kein genauer Wert,
wie hoch die Verschuldung sein kann, bekannt. Daher ist ein Branchenvergleich
notwendig, denn nur so kann eine genaue Aussage getroffen werden. (vgl. Prohaska;
2005;www.phil.uni-erlangen.de)
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