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Jahresabschlussanalyse
4.2.
Materialintensität (Materialaufwandsquote)
Die Materialintensität
gibt an, welche Rolle der
Materialaufwand bei der Leistungserstellung spielt. Ist die Materialintensität
hoch, dann ist der Prozentsatz der zugekauften Teile höher und umso geringer ist
die Fertigungstiefe. Dadurch lassen sind Rückschlüsse auf mögliche
Synergiepotenziale und die Flexibilität in Absatz und Produktion feststellen.
Die Anfälligkeit gegenüber Wert- und Mengenschwankungen der Einsatzfaktoren
wachsen mit einer steigenden Materialintensität. Auf den Zähler wirken vier
Einflussfaktoren ein: der Umfang der Vorfertigung, die Produktionstiefe, das
Preisniveau von bezogenen Materialien und die Wirtschaftlichkeit des
Betriebsablaufs. Allerdings bestimmen Branche und Produktionsprogramm die
Fertigungstiefe. Um die Fertigungstiefe zu beurteilen sind zusätzliche
qualitative Informationen notwendig. Aussagen über den Erfolg von
Umstrukturierungen des Produktionsprozesses kann der Zeitvergleich geben und
Schlüsse auf die technologische Stellung des Unternehmens gibt der
Betriebsvergleich zwischen Unternehmen der gleichen Branche. Die
Materialaufwandsquote bezeichnet ein Unternehmen als material- oder
lohnintensiv. Dabei bestehen Wechselwirkungen zwischen Materialaufwand und
Personalaufwand. Normalerweise ist ein Handelsunternehmen besonders
Lohnintensiv, während Produktionsunternehmungen eine höhere Materialintensität
aufweisen. (vgl. Zdrowomyslaw; 2001; S. 758 f.)

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