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    Jahresabschlussanalyse

    3.1. Eigenkapitalquote

    Die Eigenkapitalquote  misst den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital.

     

    Eigenkapitalquote


    Ein hoher Eigenkapitalanteil schützt vor Unternehmenszusammenbrüchen in Folge von Überschuldung, mindert das Risiko für die Gläubiger, stellt die Kreditwürdigkeit sicher und reduziert die Gefahr kurzfristiger Liquiditätsengpässe.

    Nachteil der Finanzierung mit Eigenkapital ist die hohe steuerliche Belastung und die Risikoprämie an die Aktionäre in Form einer Dividende. Im Vergleich dazu, bei der Fremdfinanzierung sind Zinszahlungen als Aufwendungen anzusehen und folglich wirken sie steuermindern.

    Damit stellt sich die Frage nach einer angemessenen Kapitalstruktur, also nach dem günstigsten Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital. Diese Frage lässt sich nur unter spezieller Beachtung der Risiken des Unternehmens, den Gepflogenheiten der Brache und der Unternehmensstruktur beurteilen. Als Faustregel gilt, dass das Verhältnis von Fremdkapital zum Fremdkapital 2 : 1 sein sollte. (vgl. Gräfer; 2005; S. 119)

    Auf der folgenden Abbildung sehen Sie die Eigenkapitalausstattung des europäischen Mittelstandes im Verhältnis zur Bilanzsumme.

     


    „Gemeinhin wird eine Eigenkapitaldecke von mehr als 30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme als stabil erachtet, auch wenn die Vergleichbarkeit der Eigenkapitalquoten verschiedener Länder nur bedingt gegeben ist. Spanische und britische KMU sind verhältnismäßig gut mit Eigenkapital ausgestattet, Deutschland liegt mit durchschnittlich 7,5 Prozent haftendem Eigenkapital am Ende der Tabelle, was mit dem hohen Insolvenzaufkommen korrespondiert.“ (Creditreform; 2004/05; S. 11)

    (oben)


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