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    Informationsmanagement

    Probleme mit dem Maut-Projekt

    Recherchieren und beschreiben Sie drei Probleme, die im Zusammenhang mit dem Maut-Projekt der Bundesregierung aufgetreten sind. Wie hätten diese Probleme im Rahmen eines IS-Projektmanagements vermieden werden können?


    Josef Brauner (Telekom), Bodo Uebber (DaimlerChrysler) und Dario d´Annunzio (Cofiroute), waren davon überzeugt das der Verkehrsminister Manfred Stolpe nicht ohne sie kann, da er keine Alternative für das Maut-Projekt hat. Jedoch ist das Milliardenprojekt weniger durch die Auseinandersetzung mit Manfred Stolpe gefährdet als durch den andauernden, lähmenden Konflikt zwischen den beteiligten Partnern.

    DaimlerChrysler und die Deutsche Telekom, mit jeweils 45% (und mit 10% ist der französische Autobahnbetreiber Confiroute) an Toll Collect beteiligt, verfolgen unterschiedliche Interessen und bremsen somit den Versuch die bestehenden technischen Probleme zu lösen. (Dieses Problem wäre nicht Entstanden wenn die Bundesregierung den Auftrag an nur einen einzigen Vertragspartner gegeben hätte, welcher nicht durch ein Konsortium manipulierbar ist.)

    Bei einem der wenigen öffentlichen Auftritten des Konsortiums waren die Spannungen nicht zu übersehen. „So auch bei der Spitzenrunde mit Stolpe. Die Partner von Toll Collect waren schlecht aufeinander abgestimmt und brauchten dreimal eine Auszeit von einer Stunde und mehr, um sich zu verständigen. Ihre Techniker hatten sie gleich zu Hause gelassen – und lieber ein Dutzend Anwälte in Bereitschaft gebracht.“

    T-Systems Entwickelt für das Maut-Projekt Software für die Abrechnungen, Rechnungsrrstellung oder Buchhaltung, welche noch nicht wie Toll Collect gewünscht funktioniert. Für die Änderung oder Ergänzung des gelieferten Programms verlangte T-Systems 100 Mio. Euro. Toll Collect sieht das als Nachbesserung an, welche T-System kostenfrei vornehmen muss. (Dieses Problem muss in jedem Vertrag schriftlich geregelt sein, inwieweit es zu Kostenüberschreitungen führen darf und wer die Kosten zu tragen hat.)

    Die Arbeit wird so stark von den gegensätzlichen Interessen der Konsortialpartner bestimmt, so dass die Toll Collect Führung kaum eigenen Entscheidungen treffen kann. So wurde Toll Collect-Geschäftsführer Hans-Burghardt Zimmermann von DaimlerChrysler-Vorstand Bodo Uebber gestopt, als er einen Aufgabenbereich an T-Systems auslagern wollte. (Es existieren keine klaren Weisungslinien. Wieso soll Toll Collect als Hauptvertragspartner der Bundesregierung bei Entscheidungen den DaimlerChrysler-Vorstand um Erlaubnis bitten.)

    Neben der schwachen Führung gibt es weitere Konstruktionsfehler. Das technische Know-how liegt weniger bei Troll Collect, sondern verstreut bei den Zulieferern. Toll Collect wurde als Mautprojektbetreiber konzertiert und nicht als Entwickler des Systems. Des Weiteren haben Telekom und DaimlerChrysler ihr Tochterunternehmen bewusst dumm gehalten, weil der Bund die Option hat, Toll Collect zu übernehmen. Dadurch bliebe das Know-how bei dem Konsortium ohne dass der Bund als Zulieferer nicht auskäme. (D.h. der Auftraggeber sollte zumindest wissen was es verlangt und über solche Kompetenzen verfügen, ist dies nicht der Fall hätte man Österreich, Italien und die Schweiz befragen sollen, die ihr Maut-Projekt erfolgreich aufgestellt haben.(vgl.
    Text: dpa, Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.02.2004)) (vgl. Text: enn., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2004, Nr. 73 / Seite 14)

    Ein anderes Problem ist das ein ständiger Führungsaustausch bei Toll Collect und dem Konsortium die Problem lösen soll. So soll der T-Systems verantwortliche Vorstand Konrad F. Reiss den Aufsichtratvorsitzenden Peter Mihatsch bei Toll Collect ablösen. „Mihatsch hatte diese Aufgabe auf Drängen der Telekom erst Mitte Dezember 2003 übernommen.“ (vgl. Text: Stü., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2004)

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