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    Balanced Scorecard an einem fiktiven Unternehmen

    4.2. Risiken der Balanced Scorcard

    Bei der Erstellung der Balanced Scorecard muss sich die FIKTIV GmbH bewusst sein, dass immer das Risiko besteht, dass falsche bzw. unrealistische Ziele aber auch „schlechte“ Strategien umgesetzt werden könnten. Außerdem kann die Gefahr bestehen, dass zu wenige, zu viele oder zu komplexe Ziele den Erfolg der Balanced Scorecard beeinträchtigen. Bei einer zu oberflächlichen Betrachtung der Balanced Scorecard kann es zu einer einseitigen Konzentration der Kennzahlen kommen. Da diese häufig vergangenheitsorientiert sind, geht dadurch ihre eigentliche Absicht, Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft zu erarbeiten, verloren.


    Das Dienstleistungsunternehmen muss auch darauf achten, sich nicht nur besonders auf die Kennzahlen zu fixieren, da es zu einer einseitigen Optimierung der Kennzahlen oder zu einer bewussten Manipulation kommen kann. Darum muss das Prinzip der Ausgewogenheit beachtet werden.

    Ein weiterer typischer Risikofaktor ist das Übernehmen standardisierter Scorecards aus anderen Geschäftsbereichen oder aus Leitfäden, Büchern und Artikeln (vgl. Engelhardt, 2002, Seite 76). Die Balanced Scorecard muss jedes Unternehmen, somit auch die FIKTIV GmbH für sich erarbeiten. Die Erfinder, Kaplan und Norton geben nur einige Anregungen, die aus Erfahrungen in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Firmen resultieren (vgl. Friedag/Schmidt, 2002, Seite 83).

    Darüber hinaus behindern unklare oder unzureichende Verantwortlichkeiten, mangelnde Ressourcenverfügbarkeit sowie ungenügende Datentransparenz erfolgreiche Balanced Scorecard-Projekte (vgl. Engelhardt, 2002, Seite 76).

    Die wichtigste Barriere bei der Umsetzung von Vision und Strategie ist die fehlende Kommunikation zwischen allen Beteiligten im Unternehmen, denn Kommunikationsfähigkeit ist die Grundlage für die Mitarbeitermotivation und deren Bereitschaft im Unternehmen etwas zu verändern (vgl. Friedag/Schmidt, 2002, Seite 104). Dazu ist es notwendig einen Kennzahlenverantwortlichen festzulegen, denn nur der fühlt sich verantwortlich, wer auch die Verantwortung übertragen bekommen hat.


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