1.2. Entstehung der Balanced Scorecard
Die
US-Amerikaner Robert S. Kaplan und David P. Norton sind die Entwickler des
Balanced Scorecard- Konzepts. 1991 veröffentlichten Kaplan, ein
Harvard-Business- School- Professor, und Norton, ein Unternehmensberater,
erstmals in der Zeitschrift Harvard Business Review einen Artikel über den
Aufbau einer Balanced Scorecard (The Balanced Scorecard- Measures That Drive
Performance). In den folgenden Jahren sammelten sie weitere Erfahrungen mit
ihrer Unternehmensberatung Renaissance Solutions Inc., mit der sie Unternehmen
bei der Umsetzung der Balanced Scorecard halfen. Daraufhin veröffentlichten sie
1996 ihr erstes Buch Balanced Scorecard – Translating Strategy into Action, das
1997 auch in deutscher Übersetzung erschien (vgl.
Preißner, 2002, Seite 9 f.).
Den Zweck und
das Wesen der BSC umschreibt in nur wenigen Worten ein Zitat von Kaplan und
Norton.
„The balanced scorecard is like
the dials in an airplane cockpit: it gives managers complex information at a
glance” (Schmid-Kleemann, 2004, Seite
43).
So wie die Piloten
brauchen auch die Manager von Unternehmen ein Instrumentarium, das ihnen die
unterschiedlichen Perspektiven der Umgebung sowie die Unternehmensleistung
anzeigt. Das ermöglicht die Navigation in Richtung Unternehmenserfolg
(vgl. Kaplan/Norton, 1997, Seite 1 f.).
Die Balanced
Scorecard ist mehr als nur ein neues Kennzahlen- bzw. Messsystem. Als zentralen
und organisatorischen Rahmen verwenden innovative Unternehmen die Balanced
Scorecard für ihren gesamten Managementprozess
(vgl. Kaplan/Norton, 1997, Seite 18).
Diese sind unter anderem die Entwicklung der Unternehmensstrategie,
Kommunikation, Verbindung von Strategien und operativem Geschäft sowie das
ständige Lernen im Sinne eines kontinuierlichen Feedback-Prozesses (vgl.
Engelhardt, 2002, Seite 26).
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