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    Das Assessment Center

    2.1 Historische Entwicklung

    Die Ursprünge des Assessment-Center-Verfahrens liegen in der Zeit der Weimarer Republik. B. Rieffert entwickelte in den 20er Jahren das Testverfahren zur Auswahl von Offiziersanwärtern. Dieses Verfahren wurde danach in gleicher Weise von der britischen Armee, dem amerikanischen Geheimdienst sowie teilweise in der amerikanischen Wirtschaft eingesetzt, wo sie zur Auswahl geeigneter Bewerber eingesetzt wird. Rieffert Methode bestand aus Untersuchungsverfahren, welche noch heute in Assessment-Center angewandt werden. Die britische Royal-Air-Force integrierte und entwickelte Rifferts Verfahren in den 40er Jahren an der Offiziersschule, wobei noch intensivere Prüfungen vorgenommen wurden. Der Begriff „Assessment-Center” wurde vom Psychologen Murray geprägt und tauchte erstmals 1942 auf, als Amerikaner dieses psychologische Auswahlverfahren zur Rekrutierung von Geheimdienstagenten ein- oder Führungslaufbahn ein setzten. Weiterhin kam das Assessment-Center-Verfahren hauptsächlich im militärischen Bereich zur Anwendung. Zur Beurteilung der einzelnen Kandidaten wurden vor allem individuelle und gruppenbezogene Arbeitsproben, Interviews, Intelligenz- sowie Persönlichkeitstests herangezogen. Mit der Langzeitstudie der American Telephone and Telegraph Company (AT&T), kam das Assessment-Center 1956 erstmalig im wirtschaftlichen Bereich zum Einsatz. Der Boom der Assessment-Center-Anwendung folgte erst in den 70er Jahren in den USA und schließlich übernahmen auch die Industriestaaten in Europa das Verfahren zur Personalauswahl und - entwicklung. Wichtigster Punkt für das Assessment-Center ist es Mitarbeiter zu identifizieren, in wie weit sie für weitergehende Aufgaben geeignet sind und ob die Nachwuchskraft eine Fach- schlägt. Zum heutigen Zeitpunkt setzen in Deutschland rund 180 Unternehmen bei der Personalauswahl auf Assessment-Center (vgl. Unister, 2005).

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