Publikationen 
Motive
der Geldhaltung
(soziale
Marktwirtschaft) (Geldverfassung)
Die Aufgabe dieser Arbeit liegt
darin die Geldnachfrage nach Transaktionskasse, nach Vorsichtkassen
und nach Spekulationskasse zu erläutern sowie zu zeigen wie sich die
Geldnachfrage verändert (Ceteris paribus), wenn sich das
Inlandsprodukt, das Preisniveau und der Zinssatz ändert. Jedoch
liegt der höhere Vorteil darin sich mit einem neuen
Wirtschaftsthema, in diesem Fall der Geldnachfrage,
auseinanderzusetzen und durch die tiefgründige Recherche einen
höheren Bildungsgrad zu erlangen, welcher zukünftig von Nutzen sein
soll um schnell, flexibel und überlegt auf Marktwirtschaftliche
Elastizitäten reagieren zu können. Weil jedes Land eine andere
Devise, Leitzinsen, Inflationsraten u.v.m. hat wird sich diese
Arbeit ausschließlich mit den 15 EU-Ländern (EUR15), der
Europäischen Zentralbank (EZB) und mit der Gemeinschaftswährung dem
Euro beschäftigen.
(oben)
Im Laufe der Geschichte wurden
verschiedene Güter als Geld verwendet (Muscheln, Salz, Gold, Bier
u.v.m.). Diese Güter sollten mindesten vier Eigenschaften besitzen:
Knappheit, Teilbarkeit, Gleichwertigkeit und Haltbarkeit. (Herdes
H.-D; S.420) Als die Menschen sesshaft wurde begann der Übergang vom
Naturaltausch zur Geldwirtschaft, mit der Entwicklung des
Handelsverkehrs und der Arbeitsteilung entstand das Medium Geld und
zwar in Form von Münzen, private und staatliche Banknoten sowie
Giralgeld (D). Zahlungsmittel sind ausschließlich Münzen und
Banknoten die von der Europäischen Zentralbank (EZB) emittiert
werden. (Arentzen U; S.387) Geld hat drei ökonomische Funktionen zu
erfüllen: als Zahlungsmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrung.
(Herdes H.-D; S.420) Als heutiges Geld kennen wir: Bargeld (BG)
(Münzen und Banknoten), Buch- oder Giralgeld (D) (Sichteinlagen),
Quasigeld; sind Vermögensgegenstände, die sich leicht in Bargeld
transformieren lassen und die Tendenz geht zu „electronic money“ wie
z.B. EC, VISA und MASTER-Card.
(oben)
„Geld übt bestimmte Funktionen
aus und Geld hat bestimmte Wirkungen. In diesem Sinn ist die
Geldmenge (M) ein analytisches Konzept, ein Konzept, welches zur
Erklärung der Wirkung des Geldes und als Zielgröße der Geldpolitik
herangezogen wird.“ Diese Geldmenge (M) genau abzugrenzen ist, ist
eine Frage der analytischen und geldpolitischen Zweckmäßigkeit, die
bislang nicht gültig geklärt ist. (Baßeler U.; S.456) In der
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) werden drei
Geldmengenkonzepte abgegrenzt (vgl. Abb.1; S.17), die nach dem
Liquiditätsgrad unterschieden werden:
• eine eng gefasste Geldmenge M1
(= Bargeld BG + Giralgeld D)
• eine mittlere Geldmenge M2 (= M1 + Termineinlagen TE)
• eine weit gefasste Geldmenge M3 (= M2 + SE)

(oben)
Mit Einführung des Eurosystems,
bildete sich die EZB aus den nationalen Zentralbanken des
Euro-Währungsraums zusammen. Zum 1.Juli 1998 würde sie, in Frankfurt
am Main gegründet und ist Nachfolgerin des Europäischen
Währungsinstitutes (EWI). Sie trägt die Gesamtverantwortung das alle
Aufgaben im Eurosystem erfüllt werden und handelt wie die Deutsche
Bundesbank die schon als Modell diente; politisch unabhänig,
Wirtschaftspolitik unterstützen, jedoch vorrangig die Ziele der
Geldpolitik zuverfolgen zur Gewährleistung der Preisstabilität,
d.h., den Wert des Euros zu sichern. Am 31. Dezember 1998 wurde mit
dem Euro eine eigenständige Währung, mit festen Wechselkursen für
aller Teilnehmerstaaten eingeführt. Seit dem 1. Januar 1999 sind
eigenständige nationale Währungen nur eine Untereinheit des Euro.
Bis zum 31.Dezember 2001 war der Euro nur als Buchgeld verfügbar und
erst ab dem 1. Januar 2002 ist er als Bargeld verfügbar und damit
alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im Euroraum. Die
geldpolitische Strategie für die Preisstabilität besteht aus drei
Elementen: Quantitatve Definition von Preisstabilität, Publizierter
Referenzwert für die Geldmengenentwicklung und einer auf breiter
Basis beruhenden Beurteilung der Preisentwicklung. (Heertje, A.;
S.224)
Abweichend werden Beschlüsse über
Erhöhung des Kapitals der EZB, Veränderung der Kapitalanteile,
Übertragung von Währungsreserven auf die EZB, Verteilung der
Einkünfte der EZB durch Vermögenswerte u.a. nach den Anteilen der
nationalen Zentalbanken am gezeichneten Kapital der EZB gewichtet. (Baßeler
U.; S.460)
(oben)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert aller Güter, die innerhalb eines
bestimmten Zeitraumes in einem Land erzeugt werden. Dazu gehören auch Güter,
die von Ausländern und ausländischen Unternehmen (U) erstellt werden, die im
Inland ansässig sind. Das BIP spiegelt die gesamte wirtschaftliche Leistung
eines Landes wider. Bei internationalen Vergleichen dient es oft als Gradmesser
für die wirtschaftliche Leistungskraft der einzelnen Länder.
BIP = P · Y = das Volumen
einer Waren- und Dienstleistungsproduktion einer Wirtschaft
oder genauer
BIPM = CH + CSt + Ib + (EX – Im)
= Konsum von Haushalten und Staat und Bruttoinvestion sowie der Differenz Export
– Import.
(oben)
„Nach Keynes lassen sich, das
Transaktionsmotiv, das Vorsichtsmotiv und das Spekulativmotiv als Motive der
Geldhaltung für Haushalte und Unternehmungen unterscheiden“(Heertje, A.; S.235)
(oben)
Geld dient in der VWL als universelles
Tausch- und Zahlungsmittel, um wirtschaftliche Transaktionen, wie den Kauf von
Waren und Dienstleistungen oder Zahlungen von Einkommen durchzuführen.
Die Transaktionskasse (LT) bildet
sich durch Bargeld und Sichtguthaben (M1). Der Nachteil besteht darin das diese
Anlageform i.d.R. keine Zinsen (r) einbringen. Die Opportunitätskosten dieser
Geldhaltung steigen mit dem Zinssatz, dem Preis des Geldes. Deshalb sollte man
nur soviel Geld in der Transaktionskasse belassen um die vorhersehbaren
Zahlungen Abwickeln zu können.(Heertje,
A.; S.235)
(vgl. Abb. 2(a); S.17) Angenommen das die
Unternehmen am Monatsanfang die Einkommenszahlung (YHU)
an die privaten Haushalte (H) leisten und diese das gesamte verfügbare Einkommen
im Laufe des Monats für Güter und Dienstleistungen wieder verausgaben. Während
der Geldbestand der privaten Haushalte sinkt nimmt der Kassenbestand der
Unternehmen spiegelbildlich zu, wie in einem geschlossenen Kreislauf.
Die Geldnachfrage zu Transaktionszwecken
entspricht somit der Höhe der Einkommenszahlungen.
Die Kassenhaltung bei Unternehmen und
Haushalten ist im Monatsdurchschnitt halb so hoch wie die Einkommenszahlung.
Deshalb entspricht die Nachfrage der Transaktionskasse an jedem Tag des Monats
genau der Höhe der Einkommen. In diesem Modell führt jede Einkommenserhöhung zu
einer proportionalen Erhöhung des Kassenbestandes bei Unternehmen und Haushalten
und somit zur Erhöhung der Geldnachfrage (L).
„Die Höhe der Geldnachfrage zu
Transaktionszwecken ist abhängig von der Häufigkeit der Einkommenszahlungen
während einer Zeitperiode.“ (vgl. Abb. 2(b); Anhang S.17)
Wird das Monatseinkommen als Wochenlohn
(YWo) ausgezahlt, so bleibt das Monatseinkommen zwar konstant (YM
= YWo
· 4), jedoch sinkt die
Transaktionskasse bei Unternehmen und Haushalten auf die Höhe der Wochenlöhne.(Herdes H.-D.; S.441ff)
(oben)

In der Annahme, dass zw. dem
Transaktionsvolumen einer Volkswirtschaft und dem Volkseinkommen
eine stabile Beziehung besteht, ist die Geldnachfrage zu
Transaktionszwecken von der Höhe des realen Volkseinkommen abhängig
(vgl. Abb. 3; S.18), aber auch das reale Bruttosozialprodukt ist ein
wichtiger Faktor der Transaktionskasse. (vgl. Kap. 3.2 S.13)
LT = LT (Y)
„Die
Transaktionshäufigkeit des Geldes wird auch als Geldumlaufgeschwindigkeit (v)
bezeichnet. Je größer die Umlaufgeschwindigkeit (v) des Geldes im
Einkommenskreislauf, desto geringer wird der Bedarf an Transaktionskasse.“
LT = 1/v
·
Y
v = (Y
·
P) / M
Die Geldnachfrage zu
Tranaktionszwecken variiert proportional mit dem Volkseinkommen, deshalb wird in
der Bestimmungsgleichung ein Kassenhaltungskoeffizient (k) aufgeführt. (vgl.
Abb. 3; S.18)
(oben)
LT = k
·
Y
k = 1/v

Die Geldumlaufgeschwindigkeit ist eine These
von Quantitätstheoretikern.
Demzufolge gilt die
Quantitätsgleichung welche eine Identität ist, d.h. „immer wahr“ per Definition.
M
· V = P
·
Y
M = k
· Y
· P
„Ein Gleichgewicht
von Geldnachfrage und –angebot lässt sich zur Bestimmung des Preisniveaus (P)
verwenden.“
M = L
M = k
· Yr
· P
(Herdes H.-D.; S.441ff)
(oben)
Die Transaktionskasse ist nicht abhängig vom
Zinssatz. (vgl. Abb.4 S.18)

Das Vorsichtsmotiv dient der individuellen
Vorsoge, falls unvorhergesehene Zahlungsverpflichtungen auftreten und wird durch
Sparen gebildet, d.h. das sich die Vorsichtkasse aus der Transaktionskasse
bildet. Die Höhe der nachgefragten Menge nach Geld in der Vorsichtskasse hängt
von der Höhe des geltenden Zinses ab.
denn mit der Höhe des Zinses (i) steigen auch
die Opportunitätskosten, die man für nicht angelegtes Geld zu berechnen hat.
Auch die Höhe des Einkommens ist ein
wichtiger Faktor, denn ist das Einkommen hoch, so kann man sich es leisten, mehr
Geld in der Kasse zu halten.(Hanusch
H.; .339)
Die Entscheidung Geld in der Vorsichtkasse zu
halten, hängt von der Risikofreudigkeit der Wirtschaftssubjekte ab. Risikoscheue
Anleger würden schon bei kleinen Kurssenkungen ihr Vermögen risikolos (und
zinslos) halten andere ein Teil in Wertpapieren usw.
Die Geldnachfrage hängt von vielen
verschiedenen Faktoren ab, die immer etwas anders gewichtet werden. Es bleibt
immer eine Abhängigkeit der Geldnachfrage von den Zahlungssitten, vom Einkommen
und Vermögen, von den Preisen, von der Preis- und Kurserwatung und von der
Renditeerwartung und von den Kosten und Mühen der Geldanlage.
Diese Zusammenhänge werden vereinfacht:
„Es werden konstante Zahlungssitten
unterstellt. Der Einfluss von Einkommen, Vermögen und Preisen wird
zusammengefasst und man stellt auf das reale Volkseinkommen in Form des realen
Bruttoinlandsproduktes und das Preisniveau als zentrale Determinanten der
Geldnachfrage ab. Schließlich wird, bei gegebenen Kosten und Mühen der
Geldnachfrage, nur eine Alternativanlage in Form festverzinslicher Wertpapiere
berücksichtigt. Damit reduziert sich die Preis-, Kurs- und Renditeerwartungen
auf den Zins der möglichen Geldanlage.“(Baßeler U.; S.490)
L = L(Y,
P, i)
-
steigendem Einkommen
(Y) à
Geldnachfrage (L) nimmt zu
-
steigendem Preis (P)
à
Geldnachfrage (L) nimmt zu
-
sinkenden Zinsen (i)
à
Geldnachfrage (L) nimmt ab
(oben)
Geld dient nicht nur als Zahlungsmittel, es
hat noch die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel und erbringt somit Ihrem
Besitzer einen Ertrag wie z.B. langlebige Konsumgüter wie Grundstücke, Gebäude
und Maschinen die zu Erträgen aus Vermietung führen, Anleihen und Pfandbriefe
führen zu Zinserträgen und Aktienbesitz zu Dividenden.
Statt zinsloser Geldhaltung können die
Haushalte und Unternehmen andere Ertragbringenden Anlagen vorziehen.(Herdes H.-D.; S.445ff)
Dementsprechend ist die Wertbeständigkeit des
Geldes notwendige Bedingung dafür, dass es als Geld akzeptiert wird.(Baßeler U.; S.489)
Unterstellen wir, dass es in der Zukunft nur
zwei Möglichkeiten der Vermögensanlage gibt:
die Haltung von Geld oder Erwerbung von
festverzinslichen Wertpapieren mit unendlich langer Laufzeit. Die Haltung von
Geld ist zinslos und somit risikolos, Wertpapiere erbringen Zinserträge (r)
jedoch muss mit Verlusten gerechnet werden, weil der Wertpapierkurs sinken kann.
Für ein festverzinsliches Wertpapier erhält
man einen festen jährlichen Zins (r). Relevant ist der effektive Zinssatz,
welcher die Höhe der Zinsen in Relation zum Wertpapier angibt, der zum Zeitpunkt
des Kaufes zu zahlen ist.(Herdes H.-D.;
S.445ff)

(oben)
Ist der reelle Zinssatz höher als der
nominale Zinssatz, so wird damit gerechnet das der Zinssatz sinkt und der
Wertpapierkurs steigt. In diesem Fall ist die Geldhaltung in Wertpapieren
vorzuziehen, weil neben den Zinsen auch Kursgewinne zu erwarten sind.
Ist der aktuelle Zinssatz niedriger als der
nominale Zinssatz, so wird damit gerechnet das der Zinssatz steigt und der
Wertpapierkurs singt. In diesem Fall ist die Geldhaltung in Wertpapieren
abzuraten, weil Kursverluste zu erwarten sind.
Da sich dieser Teil der volkswirtschaftlichen
Geldnachfrage auf spekulative Erwartungen richtet wird er als Geldnachfrage zu
Spekulationszwecken oder Spekulationskasse bezeichnet.
Die Geldnachfrage zu Spekulationszwecken ist
vom Zinssatz abhängig.
LS
= LS(i)
Wenn dem Zinssatz eine Mindesthöhe gegeben
würde, dann würde man Geld nur noch in der Spekulationskasse halten, weil kaum
noch mit Kurssteigerungen der Wertpapiere gerechnet wird und niemand bereit ist,
Wertpapiere zu kaufen, sondern das Geld zu halten um auf einen Kursrückgang zu
spekulieren. Die Nachfrage nach Spekulationskasse wird dann unendlich
zinselastisch. (vgl. Abb. 5; S.19)
Die Summe der Geldnachfrage zu
Transaktionszwecken inkl. Vorsichtskasse und der Geldnachfrage zu
Spekulationszwecken ergibt die volkswirtschaftliche Geldnachfrage (L).
Entscheidende Einflussfaktoren für die Höhe der Kassenhaltung sind das
Volkseinkommen und der Zinssatz.
(Herdes H.-D.; S.445ff)
L = LT(Y) + LS(i)
L = L(Y,i)

(oben)
In diesem Abschnitt wird nochmals
erklärt wie sich die Geldnachfrage verändert (Ceteris paribus), wenn sich das
Inlandsprodukt, das Preisniveau und der Zinssatz ändert. Teilweise wurde dies
schon im vorherigen Abschnitt verbal verständlich gemacht.
(oben)
Die Transaktionskasse bildet i.d.R.
keine Zinseinnahmen. Ist der Zinssatz niedrig, werden Wirtschaftssubjekte auch
ihr Geld in der Transaktionskasse halten, wenn nun die Zinsen oder Renditen von
Wertpapieren steigen, dann werden Wirtschaftssubjekte ihre Kassenhaltung
ökonomisieren, d.h. ihr Vermögen länger und im größeren Umfang in verzinslicher
Form halten.
Auch die Spekulationskasse wird
ökonomisiert, wenn ceteris paribus der Verzicht auf Zinseinnahmen durch
steigende Zinsen größer wird. Hierzu kommt, dass die Erwartungen in der
Spekulationskasse über Kursentwicklungen in systematisierbarer Weise beeinflusst
werden.
Bei niedrigen Zinsen lohnt sich die
Haltung von Geld in der Spekulationskasse aus zwei Gründen: weil die
Opportunitätskosten gering sind und weil Kurssenkungen erwartet werden.
Für die Vorsichtkasse gibt es eine
Portfoliotheorie welches von der Risikofreudigkeit des Wirtschaftssubjektes
abhängig ist um für ihn eine optimale Kombination von Rendite und Risiko in
seiner Vermögensanlage zu haben. Durch Zinsänderungen wird das kalkulierte
Gleichgewicht gestört:
Resümee
Die Geldnachfrage ist Zinsabhängig.
„Sie nimmt bei gegebenen Einkommen, bei gegebenem Vermögen, bei gegebenen
Zahlungssitten und bei gegebenen Erwartungen mit steigenden Zins ab.“ (vgl.
Abb.6; S.19)

Wirtschaftssubjekte halten Geld
ausschließlich in der Funktion als Zahlungsmittel. Also in der
Transaktionskasse. Die wichtigste Variable der Transaktionsnachfrage, ist die
Höhe des Bruttoinlandproduktes. Je größer das Bruttoinlandprodukt ist, umso
höher wird die Geldnachfrage sein um Transaktionen abzuwickeln. Sinkt das
Bruttoinlandsprodukt so geht die Nachfrage nach Geld für wirtschaftliche
Transaktionen zurück.
ð
Hohes BIP
à hohe Nachfrage nach
Geld zu Transaktionszwecken (LT)
ð
Niedriges BIP
à Geringe Nachfrage
nach Geld zu Transaktionszwecken (LT)
(Hanusch H.; .337)
Beispiel beim Gleichgewicht von Geldnachfrage
und –menge.

Geg.:
v = 4
à k =
¼
Y
· P =
100 ·
1 à
BIP = 100
ð
M = 25
Wenn nun das Bruttosozialprodukt unter
Ceteris paribus doppelt so hoch ist, also 200 dann wird sich die Geldmenge bzw.
Geldnachfrage verdoppeln.

Diese Veränderung muss auch bei der
Geldnachfrage zu Transaktionszwecken (LT) zustande kommen. Dazu wird
die Formel der Umlaufgeschwindigkeit nach der Geldmenge umgestellt.
LT
= 1/v
·
Y
v = (Y
·
P) / M
M = (Y
·
P) / v
25 = 100 / 4
50 = 200 / 4
Es ist ersichtlich, dass sich die
Transaktionskasse bei gleicher Veränderung des Bruttoinlandsprodukts genauso wie
die Geldnachfrage verdoppelt.
(oben)
Die Konsumnachfrage wird durch das verfügbare
Einkommen bestimmt. Dementsprechend wird bei der Veränderung des Preisniveaus
wieder die Transaktionskasse verändert. Die Variable P (Preisniveau) ist ein
wichtiger Bestandteil des Bruttosozialproduktes, dessen Veränderung im Kapitel
3.2 beschrieben wurde.
BIP = (Y
·
P)
Preise verhalten sich kurzfristig starr, für
dieses Beispiel wird der Preis für ein besseres Verständnis verdoppelt.
Angenommen das Volkseinkommen Y = 50 und das Preisniveau P = 2 so würde das
Bruttosozialprodukt BIP = 100 ergeben, wenn die Umlaufgeschwindigkeit v = 4 ist,
dann ist die Geldmenge wie im Beispiel von 3.2 M = 25.
Würde man das Preisniveau über Nacht
verdoppeln, so würden sich unter gegebenen Umständen auch das
Bruttosozialprodukt und die Nachfrage nach Geld zu Transaktionszwecken
verdoppeln.
(oben)
Die LM-Kurve ist die
Geldgleichgewichtsfunktion, die sich aus der Geldnachfragefunktion (L) und der
Geldmengenfunktion (M) ergibt. Die Nachfragefunktion hat eine negative Steigung
und die Angebotsfunktion eine positive. An dem Punkt wo sich Angebot und
Nachfrage scheiden, herscht ein Gleichgewicht M = L. Dieses Gleichgewicht als
Funktion heißt dann LM-Funktion welche wie eine Angebotsfunktion eine positive
Steigung hat.
Die LM-Kuve wird des weiteren in
verschiedenen Bereichen unterteilt: (vgl. Abb.7; S.20)
In der keynesianischen Liquiditätsfalle wo
der Zinssatz nicht weiter sinken kann,
im Normalbereich wo die Funktion eine
positive Steigung hat
und der klassische Bereich wo die Zinsen so hoch
sind das Geld nur noch zu Transaktionszwecken gehalten wird.

(oben)
Literaturverzeichnis
Arentzen U.:
Gabler-Volkswirtschafts-Lexikon,
3. Aufl., Bd. 1, Wiesbaden, 1997
Baßeler U.:
Grundlagen und Probleme der
Volkswirtschaft, 17. Aufl., Stuttgart, 2002
Hanusch H., Kuhn T., Cantner U.:
Volkswirtschaftslehre 1, 5. Aufl., Berlin, Heidelberg, 2000
Heertje, A.:
Volkswirtschaftslehre, 6. Aufl.,
Verl. Springer, 2001
Herdes H.-D.:
Grundzüge der
Volkswirtschaftslehre, 7. Aufl., München Wien, 2000
drucken
(soziale
Marktwirtschaft)
(Geldverfassung)
(oben)
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