Publikationen 
Desk Sharing (Job
Sharing)
1 Einleitung:
Desk Sharing
Beim
Desk-Sharing teilen sich in der Regel 2 bis 5 Mitarbeiter einen
Arbeitsplatz. Oder sie arbeiten im Großraumbüro an dem Schreibtisch, der
gerade frei ist.
Nebst dem individuell
buchbaren Arbeitsplatz stehen dem Mitarbeiter bedürfnisgerechte
Konferenz- und Besprechungsräume zur Verfügung.
In Betrieben bleiben viele
Schreibtische häufig ungenutzt, weil deren „Besitzer” auswärts beim
Kunden tätig sind, im Hause an Meetings teilnehmen, sich auf Schulungen
oder auf Dienstreisen befinden, ihren wohlverdienten Urlaub konsumieren,
oder aus anderen, privaten Gründen abwesend sind.
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Das Desk-Sharing
funktioniert der Praxis beispielsweise wie folgt:
-
Die Mitarbeiter melden
etwa 3 Tage im Voraus an, wann sie einen Arbeitsplatz benötigen.
-
Die Geschäftsunterlagen
und Büroutensilien der Mitarbeiter befinden sich nicht mehr in einem
Aktenschrank, sondern einem mobilen Rollcontainer, der an den jeweiligen
Arbeitsplatz gefahren wird, siehe Abbildung 1.
-
Die betriebsinterne
Software
gewährt jedem Mitarbeiter von jedem PC Zugriff auf seine Daten.
-
Jeder Mitarbeiter kann von
jedem Arbeitsplatz die für ihn eingegangenen Anrufe abfragen.
-
Jeder Arbeitsplatz wird am
Abend vollständig leergeräumt.
Für Besprechungen stehen abgeschlossene
Räume zur Verfügung, die die Mitarbeiter bei Bedarf buchen können.
Die „informelle“, aber wichtige Kommunikation findet an Meeting-Points und an
der Kaffeebar statt. Für ungestörtes und konzentriertes Arbeiten stehen eigene
Räume zur Verfügung, interne Erholungszonen werden ihrem Namen gerecht.
Beim Desk-Sharing ist besonders wichtig, dass die Arbeitsplätze alle gleich
ausgestattet sein sollten: gleiche PC’s, gleiches Ambiente; da es sonst Gerangel
um den besten Arbeitsplatz gibt. Beim Desk-Sharing gibt es deshalb weniger
Arbeitsplätze als Beschäftigte. Die Konsequenz: Mitarbeiter „besitzen“ nicht
mehr einen ihnen exklusiv bzw. persönlich zugewiesenen Arbeitsplatz, sondern
teilen sich diesen mit anderen „mobilen“ Kollegen.
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1 .4
Vorteile und Nachteile des Desk-Sharing

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1.5 Beispiel IBM
„IBM Deutschland hat
aufgrund eines durchgeführten Pilotprojektes festgestellt, dass pro abwesendem
Mitarbeiter 20 Quadratmeter Bürofläche gespart werden können, was bei 500
Mitarbeiter/-innen, die für 3 Tage pro Woche nicht im Betrieb sind, und einem
Quadratmeterpreis von 20 Mark pro Monat einer monatlichen Einsparung von 120.000
DM entspricht. Aber auch andere Firmen haben Büroflächen längst reduziert und
die Arbeit in die Wohnungen ihrer Angestellten verlagert: So rechnet z.B.
British Telecom damit, dass aufgrund der gemeinsamen Nutzung von Schreibtischen
allein in London 4 Millionen Quadratmeter Bürofläche freistehen werden. Bereits
1995 gab es dort rund 7.000 Anträge für den Umbau von Büros zu Wohnflächen, bis
2006 sollen es zwischen 14 und 20 Tausend werden.
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Fazit
Für Arbeitnehmer, die nicht auf ein volles Gehalt angewiesen sind, evtl. Familie
mit kleinen Kindern haben, ist das Job-Sharing die ideale Alternative zur
Vollzeitarbeitsstelle. Es gestattet dem Arbeitnehmer ein hohes Maß an
Flexibilität ohne den Firmen-internen Ablauf negativ zu beeinflussen.
Belastungen und Stress werden reduziert und gestatten Arbeitnehmer wie
Arbeitgeber eine effektivere Zusammenarbeit. Durch Job-Sharing lassen sich
Kündigungen und Kurzzeitarbeit vermeiden; darüber hinaus ergibt sich eine höhere
Produktivität.
Das Desk-Sharing ist vorwiegend für den Arbeitgeber eine effektive Möglichkeit
um eine Vielzahl an Kosten einzusparen. Der Arbeitnehmer hat kaum Vorteile. Für
ihn bedeutet Desk-Sharing gar einen geringen Mehr-Aufwand indem er seine
Anwesenheit im Büro genau vorausplanen und rechtzeitig anmelden muss. Ansonsten
ist u.U. kein Arbeitsplatz für ihn frei.
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Literaturverzeichnis
Julia Weidenbach, 2.11.2005,
Job-Sharing, www.eltern.de
o.V., 3.11.2005, Desk-Sharing und
Telearbeit: So sparen Sie Raumkosten,
www.vnr.de
o.V. 3.11.2005,
Job-Sharing, http://www.ra-kassing.de
o.V., 10.11.2005, Arbeitszeitmodelle,
www.ebz-beratungszentrum.de
Werner Tallafuss, 16.11.2005, Der
geteilte Arbeitsplatz, www.telework-mirti.org
Tim Bänziger, 10.11.2005, PRO - Die
Desk-Sharing Lösung,
www.garaio.com
o.V., 16.11.2005,
Desk-Sharing, www.buero-forum.de
Walter Riester, 05.11.2005,
Teilzeit-neue-Perspektiven,
www.bmwi.de
Klaus Linde, 05.11.2005, Job-Sharing,
www.aus-innovativ.de
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